AuJA Autismus akzeptieren und handeln

Luka

Luka, 7 Jahre alt, Sohn von Christiane und Deniz Döhler,

den Gründern vom Artists meet Autism e.V. und von

AuJA - Autismus akzeptieren und Handeln!

Hier seine Geschichte erzählt von seinen Eltern:

Luka nahm nichts in den Mund, wir durften ihn nicht im Gesicht berühren. Er lehnte es ab, mit einem Löffelchen gefüttert zu werden, das Abstillen wurde ein Albtraum. Schließlich verweigerte er Beikost total, und mit knapp einem Jahr wog Luka weniger als 7 Kilogramm. Er erhielt seine erste Diagnose: Unterernährt.

Er spielte nicht wie andere Kinder, sondern ließ Objekte, wie beispielsweise eine Schüssel, stundenlang kreiseln. In Gegenwart von gleichaltrigen Kindern wirkte er verloren, bewegte sich entweder gar nicht vom Fleck oder weinte, wenn es ihm zu laut wurde. Irgendwann fing er an, die Kinder in seiner Krabbelgruppe ins Gesicht zu kneifen. Keine pädagogische Herangehensweise half, dieses Verhalten zu korrigieren. Wir begannen, den Kontakt mit gleichaltrigen Kindern zu vermeiden.

Im Alter von 19 Monaten hatte Luka keinen Zugang zu Sprache, nicht einmal auf seinen Namen reagierte er, geschweige denn sprach er. Er zeigte nicht auf Gegenstände, um etwas zu bekommen, sein Blickkontakt war unvollständig und Luka hatte kein Gefühl für Gefahr.

In dem Maße, wie Luka „sonderbarer“ wurde, gestaltete sich unser Familienleben anstrengender. Als er 22 Monate alt war, bekam er die Diagnose „dringender Verdacht auf frühkindlichen Autismus“ und mit 4 Jahren wurde der Verdacht dann bestätigt.

Unsere Probleme hatten einen Namen bekommen, damit wurden wir handlungsfähig und begannen unsere Recherche zum Thema Autismus. Ergebnis: Wir als Kommunikationsexperten und Trainer für Interaktion sollten ein Kind bekommen haben, dem unsere gelebte Realität verschlossen sein sollte?

Zunächst hielten wir das für einen schlechten Witz –
da waren wir in unserer Wut.

Dann begannen wir dem Glauben zu schenken, was wir überwiegend lasen und hörten (man kann wenig tun) –
da wurden wir „realistisch“ … und depressiv.

Schließlich hörten und lasen wir immer mehr international (man kann eine Menge tun), erinnerten uns daran, dass wir von Beruf eigentlich „Querdenker“ sind –
da waren wir wieder motivierte & entschlossene Optimisten.


Unsere Reise durchlief 7 Punkte (siehe Leitfaden)

Luka

- hat inzwischen einen sehr guten Blickkontakt,

- hat das Kauen gelernt,

- isst und trinkt selbstständig all das, was wir auch zu uns nehmen,

- zieht sich selbständig an und aus,

- putzt sich die Zähne und

- geht von alleine auf Toilette,

- schläft durch,

- sucht von sich aus Kontakt zu Erwachsenen und neuerdings auch zu Kindern,

- fordert selbst und oft Körperkontakt ein,

- hat eine altersgerechte Interaktionspanne beim Spielen und

- hat ein Ich-Bewusstsein entwickelt, er spricht von sich selbst in der „Ich-Form“.

- Seine Sprachentwicklung wurde als altersgemäß eingestuft,

- seine Verdauung hat sich normalisiert und

- seine Körpergröße und sein Gewicht sind seit langem altersgerecht.

Unsere Kinderärztin, das SPZ, alle Helfer sowie das Jugendamt und die Amtsärztin sind sich einig: Das sind Riesenerfolge für Luka.

Damit Luka kein Einzelfall bleibt, riefen wir den gemeinnützigen Autismusverein Artists meet Autism e.V. ins Leben, schrieben den Autismus akzeptieren und Handeln Leitfaden und bieten AuJA - Seminare und Elternjahrestraining im AuJA-Center vom NaturKulturGut Jägerhof in Berlin an.

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Impro-Shows nonstop zugunsten von Artists Meet Autism e.V.

Samstag 26.05.2012

um 19 Uhr im Jukuz

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Einführungsseminar

AuJA - Autismus Akzeptieren und Handeln!

FR-SO 06.07.- 08.07.2012 in Berlin

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